Artikel getaggt mit ‘Paid-Content’

Mai 30th, 2010

iPad Verkaufsstart macht Hoffnung auf neue Medienformate.

Der Verkaufsstart des iPad hat auch in Deutschland für großen Andrang vor den Apple-Geschäften gesorgt.
Doch was bedeutet diese neue Entwicklung für das Corporate Publishing? Vom Start des iPad und anderen Tablet-PCs erwarten die Medienexperten in erster Linie eine neue Chance für multimediale Bezahlinhalte, die auf den neuen Geräten attraktiver genutzt werden können als auf herkömmlichen PCs.

Laut einer Studie von Transaction Consulting unter 131 Medienexperten gelten Contentkategorien wie Fachinformationen, Special Interest und aufwendige Hintergrundstories nach Meinung der Studienteilnehmer als besonders geeignet für Paid-Content Geschäftsmodelle.

In jedem Fall ist von Interesse, wie Kaufinteressenten das iPad nutzen werden und wie viele Menschen überhaupt in den nächsten Monaten/Jahren über die neuen TabletPCs erreicht werden können. Zu welchem Zweck also wollen potentielle Käufer sich ein iPad zulegen? Laut einer aktuellen Studie von Fittkau & Maaß sieht die deutliche Mehrheit (86 Prozent) darin ein neues Zugangsgerät für Internet bzw. World Wide Web. Drei Viertel geben an, dass sie damit Nachrichten und Tageszeitungen lesen wollen. Immerhin knapp 58 Prozent wollen mit ihrer digitalen Neuerwerbung Zeitschriften und Magazine lesen.

Mai 26th, 2010

Paid-Content auf dem Vormarsch? – Teil II

Bereits letzte Woche hatten wir dieses Thema hier im Blog. Jetzt wirft eine brandaktuelle Umfrage von news aktuell neues Licht auf die Frage. In einer groß angelegten Studie wurden 2.682 Journalisten verschiedener Medien zu Ihren Erwartungen befragt. Teils mit erstaunlichen Ergebnissen. Die wichtigsten im Überblick:

  • Jeder fünfte Journalist sieht für Bezahlmodelle im Internet nur schlechte oder gar keine Chancen
  • Als größte Hürde wird die weit verbreitete Umsonst-Mentalität genannt (81%)
  • 63,1% sehen geringe Chancen aufgrund der Konkurrenz durch Gratis-Anbieter

Für mich besonders erstaunlich an diesem Ergebnis ist die Tatsache, dass zugleich Verlage und Medienkonzerne verstärkt auf Online-Bezahlangebote setzen. Offenbar gibt es hier erhebliche Differenzen zwischen Management und Journalisten.

Meine Meinung dazu: ich bin überzeugt davon, dass sich hervorragende Inhalte auf Dauer nur über Bezahlmodelle realisieren lassen werden. Reine Werbefinanzierung wird in der Onlinewelt nicht funktionieren, insbesondere dann nicht wenn noch mehr Nutzer auf Onlinemedien umsteigen.  Letztlich wird die Qualität und Attraktivität des Angebots entscheiden. Blicke ich heute in die USA, wo für Special Interest Themen wie zum Beispiel Sportübertragungen per Stream erfolgreiche Modelle existieren, zeigt dies, dass es geht.