Archiv für ‘Trends’

November 27th, 2011

Neue Studie: Offline-Empfehlungen deutlich über Online-Empfehlungen

Sehr interessante Meldung: der Consumer Goods Riese Procter & Gamble ging der Frage nach, wo und wie die meisten Produktempfehlungen von Kunden weitergegeben werden.

Ergebnis: nicht etwa im Social Web, sondern in der guten alten Offlinewelt. Laut der Studie werden 90% aller “Gespräche” über Marken und Produktempfehlungen im persönlichen Gespräch oder am Telefon ausgetauscht.

Ich sehe in dem Ergebnis einerseits einen interessanten Gegenpunkt zu den zahlreichen Meldungen zur Macht von Social Media Kommunikation. Andererseits blendet die Studie meines Erachtens nach zu viele Themen im komplexen Informationsprozess zu Produkten aus. Wenn vor einem persönlichen Gespräch mit einem Freund oder Nachbar online recherchiert wurde, wie ist dies dann einzustufen?

Wie dem auch sei: in jedem Fall eine spannende Meldung.

Juni 24th, 2011

Drei Faktoren für erfolgreiche B2B Social Media Kommunikation

Direkt von unserem internationalen Agentur-Workshop “Sharing ideas” kann ich über interessante Erkenntnisse aus Social Media B2B Aktivitäten unserer US-Kollegen berichten. Besonders erfolgreich sind Aktionen, die folgende Elemente beachten:

1. Inhouse Kompetenz und Agenturleistung kombinieren
Wer alle Inhalte inhouse erzeugen will, scheitert häufig wegen mangelnder Ressourcen/Zeit. Erfolgreicher arbeitet, wer auf eine Kombination aus Agentur/Content-Dienstleistung und einem inhouse Ansprechpartner setzt.

2. Monitoring, Monitoring, Monitoring
Ohne ein erstklassiges und konsequentes Reporting kann keine Social Media Aktivität erstklassig sein. Nur wer von Anfang an sehr sorgfältig und regelmässig Ziele und Details analysiert und daraus lernt, wird seine Ziele effizient erreichen.

3. Keine Angst vor dem offenen Dialog
In den USA werden deutlich mehr Inhalte über Social Media Kanäle bearbeitet. Zum Beispiel auch Service- und Reklamationsthemen. Werden diese schnell und professionell bearbeitet – das zeigen Studien – wird jeder Servicefall zu einer Chance für ein positives “Sharing”, da andere User der Aktion folgen können.

Mai 24th, 2011

Tablet-Publishing für Android 3.0 Honeycomb

Wer aufmerksam die Entwicklung auf dem Tablet Markt verfolgt, kommt nicht umhin den rapiden Anstieg an Marktanteilen von Android 3 (Honeycomb) Geräten zu bemerken. Mit dem Motorola Xoom, Samsung 10 und weiteren Modellen kommt in diesen Wochen viel Bewegung in den Markt.

Damit verbinde ich einen wichtigen Boost für das Tablet-Publishing. Mit der wachsenden Marktdurchdringung von Tablet Geräten und mehreren Herstellern im Markt wird die Reichweite deutlich und schnell wachsen. Eines der meist gehörten Argumente gegen Tablet Medien und Apps (“Wer hat denn schon so ein Ding – da erreiche ich kaum jemanden”) wird damit obsolet.

Voraussetzung ist, dass man seine Medien auf beide Plattformen – iPad und Android-Geräte – bringt.

Meine Empfehlung dabei ist klar: mit der passenden Software und CMS-Datenbanklösung können Apps für beide Plattformen in einem Workflow erstellt werden. Neben einer einmaligen Initialisierung entsteht damit in der Medienproduktion nur überschaubarer Mehraufwand erzeugt – die Reichweite aber steigt deutlich.

September 24th, 2010

Social Media im B2B Marketing – interessante Studie

Cisco zählt über 68.000 Fans auf Facebook, Siemens zählt knapp 10 Mio. Aufrufe auf Youtube, IBM folgen über 160.000 Menschen auf LinkedIn. Zahlen, die eine klare Sprache sprechen: Social Media Aktivitäten sind auch für die B2B- Kommunikation ein hoch interessanter Kanal.

Dabei gelten für Social Media Marketing im B2B-Bereich besondere Anforderungen, die ganz eigene Fragen aufwerfen. Wo und wie erreiche ich meine Zielgruppe? Wie kann ich die Wirkung messen und was braucht man für eine erfolgreiche Umsetzung? Welche Themen Marketingentscheider bewegen zeigt die Marktstudie „Social Media im B2B-Marketing“, bei der ich mit meinem Team bei heller & partner 149 Marketingentscheider befragt habe.

Die Studie bestätigt, dass Social Media auch im B2B-Marketing angekommen sind. Sie zeigt aber auch, dass bei den Marketingentscheidern viele Fragen offen sind.

Einige der Schlüsselerkenntnisse der Studie:

Der Trend bestätigt: 68,2 Prozent geben an, Social Media in der B2B-Kommunikation zu nutzen. Mit Abstand wichtigster Erfolgsfaktor aus Sicht der Entscheider ist es, relevante Themen zu besetzen.

Die größten Herausforderungen: Hauptpunkt ist, hier die regelmäßige Bereitstellung guter Inhalte sicherzustellen und die dafür notwendigen personellen/ zeitlichen Ressourcen zu finden.

Inkonsequent: Einerseits verfolgen Unternehmen klare Ziele mit ihren Social Media Aktivitäten, andererseits fehlt es an klar definierten Messgrößen.

Monitoring kaum im Einsatz: Die Auswertung von Social Media Aktivitäten erfolgt überwiegend durch Statistiktools und händische Überprüfungen. Spezielle Software-Tools werden nur von 13,9 Prozent genutzt.

Erstaunlich fand ich, dass teils erhebliche Abweichungen zwischen Planung, Umsetzung und Zielen festzustellen war. Ich hätte persönlich einen höheren Professionalisierungsgrad erwartet.

Wie geht es Ihnen, liebe Leser, bei diesem Thema?

August 2nd, 2010

Social Media – Wert eines Facebook Fans

Diese Frage sollte sich jedes Unternehmen und jeder Marketing-Entscheider stellen: was ist ein Facebook Fan eigentlich wert? Und lohnt sich das Engagement in Social Media letztlich?

In einer aktuellen Studie liefert die US-Agentur Syncapse Corp.  Antworten auf diese Fragen. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Im Schnitt geben Fans 71,84 Dollar für Produkte aus, als deren Fans sie sich bezeichnen. 
  • Fans sind um 28% stärker als Nicht-Fans an diese Marke gebunden 
  • Fans sind um 41% eher bereit, diese Marke Freunden zu empfehlen.

Aus diesen und weiteren Komponenten errechnet Syncapse den Fan-Wert. Syncapse bildete dazu den Durschnitt aller oben genannten Fan-Werte nach einem eigenen Tracking-Verfahren, dem Syncapse SocialTRAC. Am Ende steht als Fan-Durchschnittswert die Summe von 136,38 Dollar.

Ein spannender Ansatz, der trotz vieler Annahmen in der Auswertung zeigt: die Meßbarkeit von Social Media Aktivitäten wird immer wichtiger. Die Zeiten, in denen es primär darum ging, einen Trend nicht zu verpassen, sind vorbei. Social Media Marketing ist längst erwachsen geworden. Der Return on Investment wird - zurecht – immer sorgfältiger hinterfragt und geprüft. So müssen sich auch Social Media Maßnahmen dem Wirkungsvergleich mit klassischen Dialogmarketing-Maßnahmen und Print Medien stellen.  

Zur Studie

Juni 7th, 2010

Neue Corporate Publishing Studie unterstreicht die Bedeutung crossmedialer Konzepte

Die neueste Corporate Publishing Studie des Europäischen Instituts für Corporate Publishing belegt: die Bedeutung crossmedialer Konzepte im Corporate Publishing steigt weiter. Weil elektronische Medien rasant wachsen – gleichzeitig Printmedien weiterhin das wichtigste “Navigationsinstrument” für die Leser bleibt.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Fast drei Viertel der befragten Kommunikationsentscheider sind davon überzeugt, dass das weitere Wachstum elektronischer Formate nicht zu Lasten der Print-Budgets gehen wird.
  • 80 % der Unternehmen sehen digitale CP-Medien als hervorragende Ergänzung zu Printmedien
  • Gleichzeitig ist die Bedeutung digitaler Medien rasant gewachsen. 88 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen heute elektronische Formate für die Kunden- und Mitarbeiterkommunikation.
  • 76 % stimmen den Einsatz von klassischen CP-Medien und digitalen Unternehmensmedien aufeinander ab.

Crossmediale Konzepte werden laut der Studie weiter an Bedeutung gewinnen: nicht umsonst sehen knapp 70 % der Unternehmen medienübergreifende Kommunikationsstrategien als eine der wichtigsten Entwicklungen im Corporate Publishing.

Die Studie unterstreicht meine Meinung, dass der erfolgreichste Weg im Corporate Publishing eine intelligente Verknüpfung von Print und elektronischen Medien ist. Wer nur auf das eine oder andere Pferd setzt, wird im Kampf um die Aufmerksamkeit der Leser verlieren. Wer aber mediengerecht und clever Inhalte für Print, Web und Mobile vernetzt, wird eine hohe Durchdringung seiner Zielgruppe erzielen.

Mehr zur aktuellen Corporate Publishing Studie finden Sie hier:
http://www.forum-corporate-publishing.de/uploads/media/100604_PM_Basisstudie_II.pdf

Juni 4th, 2010

Wie wirksam sind Print Medien heute?

Online Publikationen rücken verstärkt in den Fokus der Unternehmenskommunikation. Doch verlieren Print Medien in der Unternehmenskommunikation deshalb an Bedeutung? Diverse Studien des Branchenverbands Forum Corporate Publishing belegen die anhaltende Wirksamkeit von Print Medien und zeigen, dass die Verantwortlichen in Unternehmen an ihren klassischen Medien festhalten und sie sogar weiter ausbauen wollen.

Die Kernergebnisse der Studien im Überblick:

  • 61 % der Deutschen geben an, dass ihre Nutzungsfrequenz bezogen auf Zeitschriften unverändert sei.
  • Von den Unternehmen im Raum DACH mit mehr als 250 Mitarbeitern setzen 6.700 Unternehmen B-to-B-Magazine und 5.500 B-to-C-Magazine ein.
  • Nur 23 % der Unternehmen fassen Umschichtungen von klassischen Printprodukten zu neuen Medien ins Auge.
  • Die Mitglieder des Forum Corporate Publishing realisieren mehr als 1.800 nationale und internationale Publikationen mit einer Gesamtauflage von rund 900 Millionen Exemplaren pro Jahr.

Was die Zahlen belegen ist auch meine Überzeugung: Kunden- und Mitarbeitermagazine bleiben die stärksten Mittel im Corporate Publishing. Trotz der steigenden Möglichkeiten die elektronische Medien bieten sind Print Medien nicht ersetzbar.

Mai 30th, 2010

iPad Verkaufsstart macht Hoffnung auf neue Medienformate.

Der Verkaufsstart des iPad hat auch in Deutschland für großen Andrang vor den Apple-Geschäften gesorgt.
Doch was bedeutet diese neue Entwicklung für das Corporate Publishing? Vom Start des iPad und anderen Tablet-PCs erwarten die Medienexperten in erster Linie eine neue Chance für multimediale Bezahlinhalte, die auf den neuen Geräten attraktiver genutzt werden können als auf herkömmlichen PCs.

Laut einer Studie von Transaction Consulting unter 131 Medienexperten gelten Contentkategorien wie Fachinformationen, Special Interest und aufwendige Hintergrundstories nach Meinung der Studienteilnehmer als besonders geeignet für Paid-Content Geschäftsmodelle.

In jedem Fall ist von Interesse, wie Kaufinteressenten das iPad nutzen werden und wie viele Menschen überhaupt in den nächsten Monaten/Jahren über die neuen TabletPCs erreicht werden können. Zu welchem Zweck also wollen potentielle Käufer sich ein iPad zulegen? Laut einer aktuellen Studie von Fittkau & Maaß sieht die deutliche Mehrheit (86 Prozent) darin ein neues Zugangsgerät für Internet bzw. World Wide Web. Drei Viertel geben an, dass sie damit Nachrichten und Tageszeitungen lesen wollen. Immerhin knapp 58 Prozent wollen mit ihrer digitalen Neuerwerbung Zeitschriften und Magazine lesen.

Mai 26th, 2010

Paid-Content auf dem Vormarsch? – Teil II

Bereits letzte Woche hatten wir dieses Thema hier im Blog. Jetzt wirft eine brandaktuelle Umfrage von news aktuell neues Licht auf die Frage. In einer groß angelegten Studie wurden 2.682 Journalisten verschiedener Medien zu Ihren Erwartungen befragt. Teils mit erstaunlichen Ergebnissen. Die wichtigsten im Überblick:

  • Jeder fünfte Journalist sieht für Bezahlmodelle im Internet nur schlechte oder gar keine Chancen
  • Als größte Hürde wird die weit verbreitete Umsonst-Mentalität genannt (81%)
  • 63,1% sehen geringe Chancen aufgrund der Konkurrenz durch Gratis-Anbieter

Für mich besonders erstaunlich an diesem Ergebnis ist die Tatsache, dass zugleich Verlage und Medienkonzerne verstärkt auf Online-Bezahlangebote setzen. Offenbar gibt es hier erhebliche Differenzen zwischen Management und Journalisten.

Meine Meinung dazu: ich bin überzeugt davon, dass sich hervorragende Inhalte auf Dauer nur über Bezahlmodelle realisieren lassen werden. Reine Werbefinanzierung wird in der Onlinewelt nicht funktionieren, insbesondere dann nicht wenn noch mehr Nutzer auf Onlinemedien umsteigen.  Letztlich wird die Qualität und Attraktivität des Angebots entscheiden. Blicke ich heute in die USA, wo für Special Interest Themen wie zum Beispiel Sportübertragungen per Stream erfolgreiche Modelle existieren, zeigt dies, dass es geht.

Mai 12th, 2010

Paid-Content auf dem Vormarsch?

Schon viele Jahre wird über das Thema Paid Content – also bezahlte Inhalte im Internet – diskutiert. Bislang sind die Versuche von Verlagen, Inhalte nur gegen Bezahlung anzubieten, häufig nicht erfolgreich gewesen. Gleichzeitig nimmt der Druck durch rückläufige Printauflagen und einer immer intensiveren Internet-Nutzung zu.
Und die Chancen sind da. Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) besteht bei 60 Prozent der 5.000 Befragten die Bereitschaft für Online-Informationen zu bezahlen.
Auch die Ergebnisse der aktuellen Nielsen-Studie zum Thema Paid Content weisen in diese Richtung. Ein Drittel der 27.000 befragten Onliner würden für hochwertigen, professionell erstellten Content bezahlen. Acht Prozent der Befragten aus 27 Staaten nutzen bereits ein Onlineabonnement.

Wie so häufig ist also die Qualität des Angebots und der Inhalte entscheidend. Wie geht es Ihnen? Stimmen Sie bei unserer Umfrage mit ab.

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