Archiv für ‘Praxistipps’

Juni 24th, 2011

Drei Faktoren für erfolgreiche B2B Social Media Kommunikation

Direkt von unserem internationalen Agentur-Workshop “Sharing ideas” kann ich über interessante Erkenntnisse aus Social Media B2B Aktivitäten unserer US-Kollegen berichten. Besonders erfolgreich sind Aktionen, die folgende Elemente beachten:

1. Inhouse Kompetenz und Agenturleistung kombinieren
Wer alle Inhalte inhouse erzeugen will, scheitert häufig wegen mangelnder Ressourcen/Zeit. Erfolgreicher arbeitet, wer auf eine Kombination aus Agentur/Content-Dienstleistung und einem inhouse Ansprechpartner setzt.

2. Monitoring, Monitoring, Monitoring
Ohne ein erstklassiges und konsequentes Reporting kann keine Social Media Aktivität erstklassig sein. Nur wer von Anfang an sehr sorgfältig und regelmässig Ziele und Details analysiert und daraus lernt, wird seine Ziele effizient erreichen.

3. Keine Angst vor dem offenen Dialog
In den USA werden deutlich mehr Inhalte über Social Media Kanäle bearbeitet. Zum Beispiel auch Service- und Reklamationsthemen. Werden diese schnell und professionell bearbeitet – das zeigen Studien – wird jeder Servicefall zu einer Chance für ein positives “Sharing”, da andere User der Aktion folgen können.

Februar 12th, 2011

Praxistipps für “Digital Magazines” auf dem iPad

„Ein revolutionäres Gerät“, „die Zukunft des Magazins“ oder „Katalysator für neue interaktive Formate“ – dem iPad wurden seit seinem Start viele Rollen zugeschrieben. Fest steht: Das iPad bietet hervorragende Möglichkeiten, spannende und unterhaltsame „Digital Magazines“ umzusetzen.

Wer für sein Corporate Publishing diesen Schritt gehen will, ist mit folgenden Praxistipps gut beraten:

1. Ganz oder gar nicht
Wenn Sie eine iPad-Ausgabe planen, setzen Sie dabei auf die zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten und Darstellungsformen, die das iPad bietet – so wie es auch aktuelle State-of-the-art-Magazine wie TIME oder SPIEGEL tun. Denn nur wenn Sie Ihrer Zielgruppe eine umfängliche „iPad Experience“ mit interaktiven Flächen, Videos, Bildergalerien etc. bieten, werden die Leser begeistert sein. „Halbgare“ Umsetzungen fallen hingegen negativ auf.

2. Erweiterbare Spezial-Software nutzen
Software-Anbieter gibt es viele. Empfehlenswert sind Lösungen, die über das iPad hinaus erweiterbar sind und Inhalte auch für Web-Content-Management-Systeme oder die Android-Plattform von Google publizieren können. So bleiben Sie auch für zukünftige crossmediale Entwicklungen flexibel. Ich nutze in der Agentur Spezial-Software, wie sie auch bei Publikationen wie TIME oder Sports Illustrated eingesetzt wird.

3. Content is King
So spielerisch leicht die Nutzung des iPad auch sein mag – auch für „Digital Magazines“ gilt: Ohne gute Inhalte kann man nicht begeistern. Planen Sie daher für jeden Artikel sorgfältig Redaktion und Umsetzung für das iPad. Achten Sie dabei auf Abwechslung bei Interaktion und Multimedia.

4. Für die Veröffentlichung vorausplanen
„Digital Magazines“ fürs iPad werden als App über den Appstore veröffentlicht. Dabei stehen verschiedene Optionen zur Verfügung – je nachdem, wie häufig Sie Inhalte oder ganze Ausgaben aktualisieren oder auch ein Abo-Modell anbieten wollen. Planen Sie zudem ausreichend Vorlauf ein. Wie jede App muss auch ein “Digital Magazine” von Apple zunächst freigegeben werden. Dabei ist in der Regel mit rund zehn Tagen zu rechnen, sofern keine Inhalte von Apple beanstandet werden.

5. Support und Feedback-Optionen anbieten
Bieten Sie Ihren Lesern die Option, per integriertem Email-Link, etc. unmittelbar Feedback an die Redaktion zu geben oder eine Support-Anfrage stellen zu können. So können Sie Ihr Magazin von Ausgabe zu Ausgabe gezielt weiterentwickeln und gegebenenfalls auch kurzfristig mit einem Update reagieren.

Juni 17th, 2010

Corporate Publishing Praxistipp: Mehrsprachige Publikationen

Wer ein Kunden- oder Mitarbeitermagazin, eine Zeitung oder Broschüre in Fremdsprachen übersetzen will, kann mit der richtigen Planung viel Zeit und Geld sparen. Unsere Praxis-Tipps zeigen Ihnen, wie Sie besonders effizient ins Ziel kommen.

1. Ein flexibles Layout gestalten
Bedenken Sie, dass die Übersetzung in verschiedene Sprachen unterschiedliche Textlängen zur Folge hat. So läuft Englisch um bis zu einem Viertel kürzer als Deutsch, Französisch hingegen bis zu einem Drittel länger. Mit dem richtigen Layoutraster schaffen Sie von Anfang an die notwendige Flexibilität für alle Varianten.

2. Vorausschauend texten
Es empfiehlt sich, Texte so zu verfassen, dass möglichst blockweise gestrichen und individualisiert werden kann. Dazu bieten sich zum Beispiel Info- und Zitatkästen an, die Informationen beinhalten, die sich nur auf Deutschland beziehen und für die ausländischen Ausgaben verzichtbar sind. Besser viele als gar keine Zwischentitel einplanen, die – wenn nötig – gestrichen werden können.

3. Simultanes Arbeiten oder fertige Masterausgabe?
Wenn möglich, sollte die deutsche Masterausgabe fertig abgestimmt sein, bevor Sie mit den Übersetzungen starten. Enge Timings und zeitgleiches Erscheinen aller Sprachausgaben macht dies aber nicht immer möglich. Automatisierte Textupdates oder Redaktionssysteme erleichtern hier die Arbeit – ein Investment, das je nach Projektgröße aber sorgfältig abzuwägen ist.

4. Satzzeichen im Auge behalten
Jede Sprache besitzt ihre eigenen Regeln, was Satzzeichen und wörtliche Rede anbelangt. In der Layoutphase sollte genug Zeit für Kontrolle bzw. Korrektur eingeplant sein, da viele Computersysteme diese nicht automatisch einsetzen.

5. Die Qual der (Wort-)Wahl
Wortwahl und vor allem Redewendungen können im britischen und amerikanischen Englisch stark variieren. Entscheiden Sie sich für eine klare “Sprachwelt” – je nach Kunde oder Zielgruppe – und bleiben Sie dieser treu. Vorsicht bei Wortspielen und Witzen, sie lassen sich oft nicht in eine Fremdsprache übertragen.

Juni 7th, 2010

Videos: Bewegtbild bewegt Menschen

Bewegtbild-Content gehört im Corporate Publishing fest zum crossmedialen Konzept. Corporate Videos sorgen sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich für Erfolg.

Drei gute Gründe für Corporate Videos:

  • Angesagt: Bewegtbilder gehören für Online-Nutzer zu den beliebtesten Inhalten. Mehr als 100 Millionen Videos auf YouTube stehen für sich.
  • Dynamisch: Kein anderes Medienformat transportiert mehr Emotionen als Corporate Video.
  • Verdichtet: Bewegtbilder können komplexe Zusammenhänge in kurzen Sequenzen darstellen – und sind dabei unterhaltsam und spannend.

Tipps für ein gelungenes Corporate Video:

  • Emotionen vermitteln: Der User möchte Geschichten sehen, hinter die Kulissen blicken. Daher gilt: Kein Video ohne Storyboard!
  • Qualität beweisen: Schöne Bilder alleine reichen nicht aus. Setzen Sie an Ihre Video-Produktion in puncto Aufnahmetechnik, Licht und Ton höchste Maßstäbe.
  • Gesichter zeigen: Ob im Interview oder als kurze Kommentarsequenz – Menschen machen Ihr Video sympathisch. Sie stehen für Glaubwürdigkeit und stärken Image und Marke.
  • Kombinieren: Corporate Video ist nur ein Teil in einem strategischen Kommunikations-Mix. Lenken Sie den Fokus auf Ihre Videoproduktion indem Sie vernetzen und darauf verlinken. Zudem eignet sich ein spannendes Videothema z.B. auch hervorragend als Print-Reportage.
  • Alle Kanäle nutzen: Corporate Video muss auf breiter Fläche gleichzeitig präsent sein, z.B. auf YouTube und auf Ihrer Homepage.

Die Produktion des berühmten BIG Bobby Car – ein Beispiel für ein gelungenes Corporate Video:

http://www.youtube.com/watch?v=bnNE8tTHaHQ

Mai 28th, 2010

Wie der richtige Kommunikations-Mix die Wirkung erhöht!

Wer mit seinen Corporate Publishing Maßnahmen maximale Wirkung erzielen will, kommt um eine intelligente Vernetzung verschiedener Kommunikations-Instrumente nicht herum. Erst mit der Verzahnung von On- und Offlinemedien kann die Informations-Reichweite und die Durchdringung der Zielgruppe erhöht werden.
Cross-Media-Publishing heißt die Erfolgsformel – und diese Vorteile sichern Sie sich mit der richtigen Strategie:

  • Der Einsatz mehrerer verschiedener Medienkanäle gewährleistet eine hohe Informations-Reichweite und damit ein größeres Publikum.
  • Informationen können speziell auf jede einzelne Zielgruppe abgestimmt und entsprechend aufbereitet werden.
  • Durch Verweise oder Verlinkungen stärken sich die Medienkanäle gegenseitig
  • Kontaktraten erhöhen sich auf breiter Ebene – da jeder Nutzer seinen persönlich präferierten Kanal nutzen kann.

Und das sind die wichtigsten Grundregeln für einen erfolgreichen Kommunikations-Mix:

  • Inhalte dürfen nicht einfach auf andere Medienkanäle „kopiert” werden. Sie müssen um neue Aspekte, Angebote und Dialogmöglichkeiten erweitert werden.
  • Nie ohne durchgängige Leitidee planen. Diese schafft auf allen Kanälen Wiedererkennungswert.
  • Leitmedium darf und soll das Printmedium bleiben. Umfragen zeigen: Die gedruckte Information genießt als Basismedium nach wie vor hohes Vertrauen.
  • Alle Medienkanäle müssen kontinuierlich und periodisch bespielt werden.
Mai 27th, 2010

Achtung WM-Werbefieber: Die größten Stolperfallen

Die Fußball WM ist aktuell auf allen Kanälen und in aller Munde. In den nächsten fünf Wochen wird das Werbefieber rund um die Fußball-Weltmeisterschaft seinen Höhepunkt erreichen. Dabei heißt es: aufgepasst. Denn die FIFA hat strenge Regeln erlassen, wie mit dem Verweis auf die WM geworben werden darf. Einige davon sind auch für Corporate Publishing Medien von Bedeutung. Sie sehr sorgfältig zu prüfen und zu beachten lohnt, denn die FIFA ahndet Verstöße streng.

Relevant sind die Regelungen aus meiner Sicht im Corporate Publishing dann, wenn im Rahmen eines Artikels Produkte oder Angebote oder Aktionen präsentiert werden, die dann als Werbung interpretiert werden können. Für diese Fälle helfen die folgenden Richtlinien:

Von der FIFA geschützte Begriffe, für die eine Lizenz erworben werden muss:

  • WM 2010
  • FOOTBALL WORLD CUP
  • FIFA
  • SOUTH AFRICA 2010Fan Fest

Kontakt für Fragen rund um die Lizenzierung finden Sie hier: www.globalbrandsgroup.com.

Nicht erlaubt sind folgende Aktionen:

  • Die Verwendung bildlicher Logos der FIFA.
  • Die Verwendung geschützter Markennamen der FIFA als Teil eines Produktnamens, wie z.B. das „WM-Brötchen“ vom Bäcker.
  • Jeder Hinweis der vom Verbraucher dahin gehend verstanden werden könnte, als handle es sich bei dem beworbenen Produkt um offizielle FIFA-Produkte.

In der Grauzone:

Dient eine Werbung in Bezug auf die WM rein dazu, Waren und Dienstleistungen zu beschreiben, kann sie zulässig sein. Auch kann die Weltmeisterschaft als Anlass einer Verkaufsaktion zulässig sein, z.B.: „Zur WM: Top Tiefpreistage“.

Das ist erlaubt:

Headlines wie:

  • „Wir sind die Weltmeister im Sparen“
  • „Mit uns werden Sie Meister im …“
  • „Jedes Tor bringt bares Geld…“

Aktionen wie:

  • Kostenlose Verteilung der Deutschlandfahne
  • Werbemittel in Schwarz-Rot-Gold
  • Preisrätsel mit Gewinnen, wie: südafrikanischer Wein oder Reise nach Johannesburg

Hier finden Sie weitere Informationen:

http://www.muenchen.ihk.de/mike/ihk_geschaeftsfelder/standortpolitik/Sport_und_Wirtschaft/Fussball-WM-2010-Werbung.html

Mai 10th, 2010

So wird Ihr Kundenmagazin begeistern!

Gut gemachte Corporate Publishing Medien stiften dauerhaften Mehrwert – für das herausgebende Unternehmen und für die Leser. Vorausgesetzt, das Konzept für Ihr Medium stimmt von Anfang an. Mit diesen Praxistipps stellen Sie die Weichen auf Erfolg:

1. Entwickeln Sie ein schlüssiges Redaktionskonzept
Jedes gute Magazin lebt von einer klaren Rubrizierung und einer sinnvollen Hierarchie der Themen. Führen Sie Ihre Leser mit einer klaren Heftstruktur durch das Blatt. Mit einem stimmigen Wechsel journalistischer Stilformen binden Sie den Leser zusätzlich.

2. Legen Sie Wert auf klar strukturierte Prozesse
Je besser Ihr Ablauf organisiert ist, desto mehr kann Ihr Magazin leisten. Regelmäßige Redaktionssitzungen bringen Ihr Team näher zusammen, verbessern den Informationsfluss und ermöglichen den Austausch von Hintergrundwissen. Das persönliche Gespräch ist hier durch nichts zu ersetzen.

3. Machen Sie Ihr Magazin „kioskfähig“
Bereiten Sie Ihre Informationen so auf, wie Ihre Leser es von Publikumsmagazinen gewohnt sind. Bei der Qualität von Texten, Bildern, Gestaltung, Verarbeitung etc. gilt es die Konkurrenz am Kiosk zu schlagen. Passende Anzeigen können ein weiteres Mittel sein, Ihr Magazin aufzuwerten.

4. Verwenden Sie einen journalistischen Stil
Mit übertrieben werblichen Botschaften und „Propaganda“ erreichen Sie oft das Gegenteil dessen, was Sie bezwecken. Setzen Sie für Ihr Magazin daher auf journalistische Kriterien. Dies gilt vor allem für die Themenauswahl, die Einfachheit der Sprache und die gewählten Darstellungsformen. Und nicht vergessen: Der richtige Mix macht’s!

5. Bieten Sie echte Nutzwerte
Wer mit seinem Magazin seinen Lesern einen echten Nutzwert bietet, erhöht Lesezeiten, Akzeptanz und damit letztlich die Kundenbindung. Zeitschriften sind optimale Instrumente, um gerade in der Vernetzung mit Online-Medien für zusätzliche Inhalte zu interessieren und in direkten Dialog zu treten.

Viel Erfolg!

Mai 7th, 2010

Praxistipp regionale Kundenkommunikation

Mit diesen Tipps für regionalisierte Kundenmagazine erzielen Sie hohe Attraktivität im regionalen Umfeld und Mehrwert für Ihre Kunden.

1. Kombinieren Sie clever!
Fassen Sie zentrale Artikel für alle Standorte in einem Mantelteil zusammen und kombinieren Sie diesen mit individuellen Regionalseiten je Standort. So erzielen Sie effizient einen regionalen Bezug.

2. Lassen Sie Mitarbeiter aus der Region sprechen!
Verkäufer geben Expertentipps oder Servicemitarbeiter einen Einblick hinter die Kulissen. So schaffen Sie Nähe und Sympathie. Und motivieren Ihre Mitarbeiter.

3. Inszenieren Sie regionale Kunden im Heft!
Damit steigern Sie die regionale Relevanz weiter – und sagen dem Kunden auf charmante Art Danke.

4. Setzen Sie auf hochwertige Bilder!
Regionale Fotoproduktionen müssen erstklassig und in einem durchgängigen Stil umgesetzt werden. Mit dem richtigen Netzwerk und der richtigen Organisation ist dies pragmatisch und kosteneffizient lösbar.

5. Bieten Sie personalisierte Dialogangebote an!
Jedes Thema erhält einen lokalen Ansprechpartner. So erzeugen Sie ebenfalls Nähe und Frequenz in den regionalen Standorten.